Herzlich Willkommen!

Sinfonische Blasmusik - Von Klassik bis Jazz über Rock und Pop!

Nächste Auftritte

FR. 16.02.2018: Kongresshaus Berchtesgaden, 20:00 Uhr

SA. 17.02.2018: Salzachhalle Laufen, 19:30 Uhr

Einsteigen jetzt möglich

Einige Register haben gerade freie Plätze und freuen sich über Verstärkung. Falls du eine neue Herausforderung suchst, schreib uns über das Kontaktformular.

Herzlich Willkommen beim Sinfonischen Blasorchester Chiem-Rupertigau!

Wir sind rund 45 ambitionierte Hobbymusiker aus dem Berchtesgadener und Traunsteiner Land. Das SBO besteht seit 2002 und steht seit 2014 unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Nobis.

Unser Motto:

Von Klassik über Jazz bis Rock und Pop!

SBO Chiem- und Rupertigau am 25.05.2015

Das Orchester kurz vor dem Benefizkonzert 2015 in Bad Reichenhall (Foto: Andreas Bauer)


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Berchtesgadener Land. Zwei Konzerte hatte das Sinfonische Blasorchester (SBO) Chiem-Rupertigau im Frühjahr dieses Jahres durchgeführt. Es ist bereits Tradition, dass der Reinerlös der Veranstaltungen dem Netzwerk Hospiz zugutekommt.

„Wir sind immer noch weit davon entfernt, dass alle die Angebote des Netzwerks kennen“, stellt Alois Glück, 1. Vorsitzender des Netzwerks Hospiz, bei der Spendenübergabe fest. Deshalb müssten immer noch viele kranke Menschen im Berchtesgadener Land und Traunstein unnötig viel leiden. Der Musikbund Chiem- und Rupertigau will an dieser Situation etwas ändern. Er bietet dem Netzwerk die Möglichkeit, während der Konzerte die Zuhörer auf den Verein und seine Aufgaben aufmerksam zu machen. Das Netzwerk Hospiz hat sich das Ziel gesetzt, Schwerkranken die bestmögliche Lebensqualität in ihrer Situation zu verschaffen, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist.
Darüber hinaus unterstützt der Musikbund das Netzwerk auch finanziell – heuer in Form einer Spende über 4.000 Euro. Verwendet wird dieser Betrag nach Auskunft von Alois Glück unter anderem für Aufklärungs- und Vereinsarbeit sowie für die Brückenschwestern.
„Unsere Leistungen kosten den Einzelnen nichts“, betont Glück. Finanziert werden sie von den Krankenkassen und durch Spenden. Das Angebot des Netzwerks Hospiz verzeichnet nach Aussage von dessen 1. Vorsitzenden eine ständig wachsende Nachfrage. Viele Schwerkranke wollen ihren letzten Lebensabschnitt nicht im Krankenhaus, sondern daheim verbringen. „70 Prozent der Menschen wollen in dieser Phase in ihrem vertrauten Bereich sein“, sagte Alois Glück.
Ermöglicht wird dies zum einen durch die Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV) durch die Brückenschwestern. Unter anderem beraten, begleiten und unterstützen sie Kranke und ihre Angehörige in Fragen der Palliativversorgung zu Hause oder in Pflegeheimen. Wenn die Erkrankung komplexer wird, gibt es zusätzlich zu den Leistungen der AAPV die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV). Sie bietet eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften und Seelsorgern. Auch bei schwersten Erkrankungen wird die häusliche Betreuung organisiert. Die ständige Erreichbarkeit der AAPV- und SAPV-Mitarbeiter kommt nicht nur den Kranken zugute. Sie stellt auch eine Entlastung für die Angehörigen dar. Gleichzeitig sind die beiden Angebote eine Alternative für Menschen, die niemanden haben, der sie betreut.
Das SBO Chiem-Rupertigau unterstützt das Netzwerk Hospiz bereits seit mehreren Jahren. Die diesjährige Spende wurde möglich, da das Autohaus Bachfrieder aus Piding, die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG und die Sparkasse Berchtesgadener Land das Orchester bei den beiden Konzerten finanziell unterstützten. Zudem stellte die Stadt Laufen die Salzachhalle kostenlos zur Verfügung.
Das SBO besteht aus rund 45 ambitionierten Hobbymusikern aus dem Berchtesgadener Land, dem Landkreis Traunstein und dem Salzburger Land. Gegründet 2002 ist es seit 2014 Bezirksorchester des Musikbunds Chiem- und Rupertigau und steht unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Nobis. Auch 2018 gibt das Orchester wieder zwei Benefizkonzerte zugunsten des Netzwerks Hospiz: am 16. Februar im Kongresshaus Berchtesgaden und am 17. Februar in der Salzachhalle Laufen.

 

 

Vielen Dank an den Berchtesgadener Anzeiger für den schönen Bericht! 

 

 

Eigentlich ist aus dieser einfachen Formel das SBO BGL entstanden.

Im Herbst des Jahres 2002 trafen sich die Mitglieder eines Blechbläser-Quintetts zur turnusmäßigen Probe. Die fünf Musiker aus dem Berchtesgadener Land saßen nach zweistündiger musikalischer Arbeit bis nach Mitternacht zusammen und philosophierten über Blasmusik. Irgendwann stand die Frage im Raum, warum es eigentlich im südostbayerischen Raum kein Blasorchester gibt, welches sich aus ambitionierten Amateur-Musikerinnen und Musikern rekrutiert, die zusätzlich zu ihrem Wirken in den heimischen Blaskapellen eine künstlerische Betätigung suchen. Die fünf Musiker waren sich sofort einig, dass die Existenz eines solchen Orchesters bei vielen einschlägig Interessierten auf positive Resonanz treffen würde, und so wurde am selben Abend das Rahmenkonzept für ein sinfonisches Blasorchester entwickelt.

Dieses Konzept fußt auf den folgenden drei Kernpunkten:

  • Festlegung der Zielgruppe (Besetzung)
  • Organisation der Probenarbeit
  • Auswahl der Literatur

Die Personen der Zielgruppe waren im eigenen Bekanntenkreis der fünf Blechbläser und mittels entsprechender Mund-zu-Mund-Propaganda schnell gefunden. Jeder Adressat bekam einen fertigen Terminplan mit zwölf Proben im Jahr zzgl. einem Probenwochenende und die Noten für ein zu erarbeitendes Konzertprogramm. Schnell kristallisierte sich die gewünschte sinfonische Besetzung heraus.

„Sinfonie“ ist das griechische Wort für „Zusammenklang“. Dieser Begriff hat zwei gleichberechtigte Dimensionen. Zunächst einmal muss die „Chemie“ zwischen den 50 Musikerinnen und Musikern stimmen. Alle treffen sich, trotz voller Terminkalender, mindestens einmal im Monat von 19.30 bis 22.00 Uhr zur Probe, um sich intensiv mit Musik aus den Bereichen Kirche, Klassik, Jazz, Rock, Pop, Musical und Film zu beschäftigen; ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Originalkompositionen für Blasorchester. Diese „Sinfonie der Interessen“ führt zu einer tollen Kameradschaft und zu einer fruchtbaren Probenarbeit in einer wunderbaren Atmosphäre. Zum Zweiten bedeutet „sinfonisch“ auch, dass alle Register mit ihren entsprechenden Instrumenten gleichberechtigt sind. Es wird sehr anspruchsvolle Literatur einstudiert, die nur mit einem Orchester dieser Größe spielbar ist. Ziel ist es, die vom Komponisten bzw. Arrangeur beabsichtigten Wirkungen bis in die letzte Reihe des Konzertsaals zu transportieren.

Das Auditorium muss sofort mit Konzertbeginn das Gefühl haben, dass eine Einheit auf der Bühne sitzt, eine Einheit, bei der jede einzelne Musikerin und jeder einzelne Musiker für das Ge- lingen des Konzerts absolut unentbehrlich ist. Die Mitglieder vom SBO BGL fühlen sich während der Proben und während des Konzerts selbst als Zuhörer. Das Aufeinander-Hören im Orchester ist die Grundlage dafür, dass der Funke auf das Publikum überspringt.

 Das SBO Chiem-Rupertigau hat sich schnell zu einem künstlerisch wertvollen Klangkörper entwickelt, in dem auch vielen Jugendlichen eine Plattform für das anspruchsvolle Orchestermusizieren geboten wird.

Dieses Orchester sieht sich nicht im konkurrierenden Nebeneinander mit den Blaskapellen der Region, sondern vielmehr als Ergänzung für die Verbreitung von Blasmusik und deren Imageverbesserung. Blasmusik bietet interessante Möglichkeiten, Musik jeder Art zu präsentieren und ist es deshalb wert, in allen ihren Facetten dargeboten zu werden.

 

Hospizarbeit

Im Zentrum der Hospizarbeit steht die Begleitung von schwerkranken, sterbenden Menschen und deren Angehörigen. Hospiz bedeutet (der lateinischen Wurzel nach) gastfreundliche Herberge, Stätte zum Ausruhen, bevor es weitergeht. Die Hospizbewegung möchte zum einen den Tod wieder als Teil des Lebens stärker ins Bewusstsein rufen und zum anderen allen damit Betroffenen menschliche Anteilnahme und Halt bieten. Die Würde des Menschen soll bis zuletzt erlebbar und geachtet sein.

Hauptziel des Vereins ist der Einsatz so genannter Brückenschwestern. Diese palliativmedizinisch und schmerztherapeutisch fortgebildeten Pflegekräfte mit langjähriger Erfahrung lernen den Patienten und die Angehörigen ggf. bereits in der Klinik kennen und dienen nach der Entlassung als Bindeglied zwischen Angehörigen, dem Hausarzt, dem Krankenhaus, den Pflegediensten und Sanitätshäusern. Eine Rufbereitschaft ermöglicht die ständige telefonische Erreichbarkeit. Wie die Erfahrung zeigt, verbessert der Einsatz von Brückenschwestern, in enger Abstimmung mit dem Hausarzt, die erwünschte häusliche Betreuung Schwerkranker deutlich. Über 70 Prozent der Schwerstkranken können zu Hause sterben und müssen nicht wieder wegen akut auftretender Beschwerden in die Kliniken eingewiesen werden.

„Die Brückenschwestern im Landkreis Traunstein leisten seit vielen Jahren diese segensreiche Arbeit. Das Netzwerk Hospiz plant mit tatkräftiger Unterstützung unseres Hospizvereines die Etablierung von Brückenschwestern auch für den Landkreis Berchtesgadener Land“.
Der Reinerlös des Benefizkonzertes kommt dem Aufbau von Brückenschwestern zugute. Diese sind zum großen Teil auf der Palliativstation im Kreiskrankenhaus Bad Reichenhall beschäftigt.

Alois Glück


Schirmherr des Konzerts:
Alois Glück, Bayerischer Landtagspräsident a. D.

Alois Glück sieht in der besseren Versorgung Schwerstkranker und Sterbender „eines der drängendsten politischen und zugleich humanen Themen unserer Zeit“. „Es ist unerträglich, dass viele Menschen leiden müssen, weil wir noch einen großen Nachholbedarf im Bereich Palliativmedizin und Sterbebegleitung haben.“ Die Antwort auf diese Herausforderung war im Jahre 2006 die Gründung des Netzwerk Hospiz - Verein für Hospizarbeit und Palliativbetreuung Traunstein e. V..

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